Krieg in Syrien - moralische Schuldzuweisungen

Kriege sind abscheulich, egal von welcher Seite sie begonnen und geführt werden. Kriege sollten völkerrechtlich geächtet und die Schuldigen verurteilt werden. Das gilt auch für den Krieg in Syrien, den die USA als Stellvertreterkrieg mit zu verantworten haben und der  von Syrien und Russland brutal geführt wird.

Schizophren und scheinheilig wird es allerdings, wenn eine Kriegspartei, hier die USA durch ihre UN-Botschafterin der andere Kriegspartei  Russland und Assad Massaker vorwirft und Moralapostel spielt. „Kollaps der Menschlichkeit und schämen Sie sich denn gar nicht“, so die Vorwürfe von Frau Samantha Power, als hätte die USA die Menschlichkeit gepachtet und sich stets human gezeigt, in diesem Krieg und in den vielen Kriegen zuvor.

Hat sich die USA in ihren Kriegen jemals human verhalten, hat die USA sich jemals geschämt als sie Streubomben, Uranmunition in Afghanistan, Irak und Syrien, abgeworfen bzw. eingesetzt hat?
Was ist mit den Dauerbombardements in Vietnam, Kambodscha und Laos. Hat die USA jemals auf Menschen, auf Zivilbevölkerung Rücksicht genommen, z.B. bei ihren Napalm- und chemischen Entlaubungsaktionen Agent Orange in Vietnam.
Der Vietnamkrieg hat zwischen 1,5 und 3 Millionen Todesopfer gefordert, in Laos starben über 1 Million Menschen und in Kambodscha  zwischen 600.000 und 800.000 Menschen.  Der Krieg in Afghanistan forderte über 100.000 Todesopfer und der Krieg im Irak zwischen 600.000 und 800.000.
In den hier genannten Beispielen also mindestens  3,8 Millionen Todesopfern, wahrscheinlich jedoch weit mehr. Sowie weit über 4 Millionen Napalm und Dioxin Verletzte die teilweise heute noch an den Folgen leiden müssen.  Und das sind nur die Opfer der direkten Gewalt.

Hat sich die USA bei den Geschädigten bzw. deren Familien jemals für ihre völkerrechtswidrige Gräueltaten entschuldigt oder gar entschädigt? – Nein hat sie nicht.
Im Gegenteil, die Opfer werden auch heute noch als die Schuldigen, als Täter dargestellt.

Warum berichtet der überwiegende Teil der deutschen Presse eigentlich nur über die Gräueltaten Assads und Russlands? Von den Gräueltaten der USA und ihrer Söldner hört man wenig bis nichts.
In Aleppo haben sich nicht nur Russland und Assad der Massaker schuldig gemacht, sondern in gleichem Maße die USA und ihre Verbündeten. Haben doch deren Söldner, die sogenannten moderaten Rebellen und Oppositionskämpfer, die Zivilbevölkerung als Schutzschilde benutzt und missbraucht. Es ist nicht ein einziger Aufruf der USA bekannt, der von diesen Rebellen oder auch Terroristen gefordert hätte, diese menschenverachtende Kriegstaktik aufzugeben.

Die USA sollten aufhören Moralapostel zu spielen, sie machen sich einfach lächerlich,
denn keine andere Nation hat so viele Menschen auf dem Gewissen, wie diese Nation.
 
Unsere Presse sollte aufhören einseitig zu berichten, sollte aufhören, die westlichen Nationen als die Verfechter von Freiheit und Demokratie und gerechten Kriegen darzustellen, denn diese Staaten sind alles andere als friedfertig. denn in weiten Teilen ihrer Politik verteidigen sie alles andere als Menschenrechte.
  
Assad und Putin begehen zweifelsfrei unglaubliche Verbrechen. Die USA mit ihren Verbündeten allerdings ebenfalls.