|
Die praktizierte Globalisierung mit ihrem unbegrenzten Wirtschaftswachstum, soll, so wird uns ins Gebetbuch
geschrieben, den sozialen Zusammenhalt der Menschen fördern die Armut weltweit beseitigen Umweltprobleme lösen
Die Beseitigung der ökonomischen Grenzen, um den freien Fluss von Waren
und Kapital zu erlauben, sei der Schlüssel zum Wachstum, der allen Menschen zu Gute käme. Neuerdings soll Globalisierung sogar den Terrorismus besiegen helfen.
Globalisierung, so wird uns gesagt, ist
die Freiheit.
Wie sieht die Wirklichkeit aus, angesichts immer weiter um sich greifender Krisen. Die wachsenden Probleme sowohl im Naturkreislauf, als auch dem schleichenden Zusammenbruch des
Mittelstandes und die immer weiter auseinander klaffende Schere zwischen Arm und Reich, sprechen eine andere Sprache.
Die Zahl der Arbeitslosen steigt, Grundbedürfnisse wie Gesundheit, Altersvorsorge,
Wasser usw. werden privatisiert und damit die Menschen entrechtet. Arbeit muss angeblich verbilligt werden damit die Firmen Konkurrenzfähig zu bleiben! Konkurrenzfähig vor wem?
Monokulturen sorgen dafür,
dass weltweit Bauern nicht mehr konkurrenzfähig sind und ihr Land verlieren. Lokale Kleinmärkte, die unzähligen Menschen Arbeit und Brot gaben, werden verschwinden. Die Ressourcen dieser Erde werden gnadenlos
ausgebeutet, ohne Rücksicht auf den Bedarf späterer Generationen. Die Umwelt wird vergiftet, weil Konzerne gewisse Standards, da gewinnschädlich, nur zögerlich erfüllen und teilweise sogar ablehnen.
Regierungen werden durch das Kapital entmachtet und manchmal auch erpresst, eine konzernfreundliche Politik zu praktizieren und zuzulassen. Und, und und ...... !
Angesichts
der immer stärker wachsenden Probleme ist es verwunderlich, daß in unserem Land Regierung und Opposition, die einen aus Verzweiflung, die anderen offenbar aus Überzeugung bzw. zum Wohle ihrer Klienten, zu den
von den Globalisierern empfohlenen, weltweit angewandten Problemlösungen greifen, die in anderen Staaten schon nachweislich gescheitert sind.
Diese vermeintlichen Problemlösungen werden jedoch die
Probleme nicht lösen, sondern immer weiter verschärfen. Trotz und mit aller Hartz- oder sonstigen Programme, werden die Arbeitnehmer allmählich und stetig entrechtet. Niedrigere Löhne, trotzdem höhere
Belastungen durch private Krankenversicherung und private Altersvorsorge, bzw. keinerlei Altersvorsorge auf Grund total fehlender Versicherung (geringfügig Beschäftigte, neuer 400,00 €-Job),
längere Lebensarbeitszeiten, die das einzige Ziel haben, die Menschen aus den Sozialsystemen zu kippen, denn ältere Menschen ab 50 Jahren werden als marktwirtschaftlich Untaugliche in die Arbeitslosigkeit
entlassen. Das soziale Auffang- und Sicherungsnetz wird aber verschwunden sein.
Die Kapitalmärkte
, die Konzerne nehmen keine Rücksicht auf Menschen, sie werden weiterhin keine neuen Arbeitsplätze schaffen, sondern abbauen. Die noch arbeitende Bevölkerung wird unter Hinweis auf die Arbeitslosen erpresst werden und gegeneinander ausgespielt, um damit die Löhne zu senken. Diese Märkte werden weiter auf Gewinnmaximierung aus sein und ihre eigentliche Aufgabe nicht wahrnehmen, die Menschen zu versorgen,
Sie werden weiterhin keine Rücksicht auf Natur und Umwelt nehmen, sondern auch in Zukunft die Meere, Flüsse, das Wasser und die Böden vergiften, die Ozonschicht zerstören.
Auf der Jagd nach dem Geld unterstützen wir, die Menschen, tatkräftig diesen Wahn, weil wir verstärkt die Konzerne durch unser
Kaufverhalten unterstützen und damit den regionalen Markt, den Mittelstand vernichten, der nachweislich die meisten Arbeitsplätze schafft. Dadurch vernichten wir indirekt unsere eigenen Arbeitsplätze.
Letztlich frisst die Globalisierung ihre Kinder, die Erde wird verwüstet und lebensfeindlich und niemand will etwas gewußt haben, geschweige denn Schuld sein am schon vorhandenen und kommenden Elend.
Globalisierung geht uns alle an.
L.K. Dezember 2002
|
|
|
Anmerkung des Verfassers: Kritiker werden dazu sagen, zu vereinfacht und einseitig dargestellt, ohne Lösungsvorschläge und
Alternativen, übertriebene Schlußfolgerungen ....., und und und. Doch ist es wirklich zu vereinfacht dargestellt? Leider gibt es genügend Beispiele, wie zuletzt in Argentinien, wo nahezu alle neoliberalen
Maßnahmen bereits durchgeführt waren und voll daneben gingen. Und - Alternativen gibt es, wenn auch nur in kleinen Schritten, dazu in Kürze mehr. Vielleicht sind die Folgen der Globalisierung noch viel
schlimmer, denn verursachen sie nicht Konflikte, ja Kriege? Unser blauer Planet ist keine Ware.
|
|
|
Weitere Anmerkung des Verfassers: Den vorstehenden Artikel habe ich im Jahr 2002 geschrieben. Wie sieht es heute
aus, im Jahr 2005 Man kann heute mit Fug und Recht behaupten, die Globalisierung frisst ihre Kinder und das immer schneller!. Auch in unserem Land verschärft sich die Lage, sie wird sich
weiter verschärfen und auch dramatisch werden. Globalisierung, unsozial, wie sie derzeit durchgeführt
wird, ist ein Verbrechen an der Menschheit, denn sie behandelt die Menschen nicht als Menschen, sondern als Ware, als Konsumenten und Kostenfaktoren. Globalisierung dient nicht den Menschen,
sondern ist alleine dazu da Machtmonopole auszubauen, den Reichtum von einigen wenigen “Nimmersatt” zu steigern. Globalisierung entrechtet Menschen und beraubt sie ihrer Lebensgrundlagen
Heute, im Jahr 2017 ist diese Situation leider genauso aktuell wie im Jahre 2002, als dieser Artikel geschrieben
wurde. Die Lage hat sich durch die Flüchtlingskrise noch drastisch verschärft. Ohne jeden Zweifel schafft die vom Raubtierkapitalismus beherrschte Globalisierung Fluchtursachen
|