|
Finanz-, Eurokrise - Kommentar
Sollte man eigentlich lachen oder weinen, wenn seit einigen Jahren und aktuell täglich, in Presse, Rundfunk und Fernsehen das schöne Wort „Finanzkrise“ fällt?
Lachen, weil es wirklich eine tolle unverfängliche Wortschöpfung ist, für das was seit geraumer Zeit mit und um uns herum passiert, oder sollten wir
vielleicht doch weinen, weil Finanzkrise eine niedliche Umschreibung von Wirtschafts- und im wörtlichen Sinne, von Kapitalverbrechen ohne gleichen ist!
Ganze Mafiabanden bestehend aus Regierungen vieler sogenannter freiheitlich demokratischer Rechtsstaaten, von Banken, Finanzjongleuren, Mitläufern, heben auf der Jagd nach
der schnellen Rendite im Eiltempo das weltweite Finanzsystem aus den Angeln, die Gewinne werden dabei privatisiert, so schnell wie möglich auf die sichere Seite, sprich beiseite geschafft, die Verluste
selbstverständlich sozialisiert, den Menschen die sich nicht wehren können, sprich den Steuerzahlern aufgebürdet.
Bei freiheitlich demokratischen Rechtsstaaten wäre es eigentlich angesagt, dass die Verursacher dieser Finanzkrisen zur Rechenschaft gezogen würden und mit ihrem eigentlich
illegal erworbenen Vermögen für die entstandenen Schäden ganzer Volkswirtschaften aufkommen müssten.
Doch was ist passiert in unseren Rechtsstaaten? Nichts dergleichen, im Gegenteil:
Wenn es nicht so dramatisch wäre, wäre eigentlich wiederum schmunzeln angesagt,
denn die verantwortlichen Finanzjongleure aus Politik, Banken, die Profiteure durften und dürfen sich selbst retten, bestimmen die Regeln ihrer eigenen Rettung selbst, beschließen ein Milliardenpaket, einen
Rettungsschirm nach dem anderen, mit immer höheren, wahnwitzigen Summen.
Und, wie durch ein Wunder, wer darf dafür gerade stehen, selbstverständlich die Bevölkerung, die Steuerzahler und nicht die vereinigten Mafiosi, die das Ganze verursacht und
Unsummen von Volksvermögen vernichtet bzw auf ihre Habenseite gebracht haben und weiter unbehelligt bringen - denn die Gewinne der einschlägigen Finanzhaie sprudeln nach wie vor und das in astronomischen
Höhen.
Raubtierkapitalismus kennt keine sozialen Komponente, nimmt keine Rücksicht auf Staaten, auf ganze Völker, auf Menschenschicksale. Raubtierkapitalismus beutet aus, nimmt
nicht einmal Rücksicht auf die Ärmsten der Armen, auf die fast eine Milliarde Hungernden auf diesem Planeten.
Wer gebietet diesen zwar staatlich legitimierten, und trotzdem kriminellen Machenschaften Einhalt? Die einzigen die dieses irrwitzige System ändern könnten sind wir, denn
wir sind das Volk und in freiheitlich demokratischen Rechtsstaaten der Souverän.
Wann befreien wir uns von dieser Mafia und sagen Stopp? – eigentlich wird es langsam Zeit dafür, bevor das gesamte weltweite System des friedlichen und sozialen
Miteinander zusammenbricht, bevor Chaos, Anarchie weltweit unseren Alltag beherrschen?
LK - Juli 2011
|