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Fluchtursachen und Terrorismus – oder auch - Westliche Länder züchten sich ihre Terroristen selbst.
Allgemein bekannt ist und dennoch verschwiegen wird die Tatsache: Westliche Staaten, die EU, vornehmlich auch Deutschland, beuten weltweit in vielen Ländern gnadenlos aus. Im
Auftrag unserer Konzerne werden Millionenheere von Arbeitssklaven beschäftigt, die von ihren Löhnen kaum leben können. Rohstoffe werden zu den Bedingungen weniger Weltkonzerne ausgebeutet; die
entsprechenden Verträge mit korrupten so genannten Eliten und Regierungen dieser Länder geschlossen. Die Bevölkerungen der Förderländer gehen leer aus. Handels-, Agrar- und Fischereipolitik z.B. der EU
überschwemmen mit Überproduktionen die Weltmärkte und zerstören u.a. in Afrika die dortigen Kleinmärkte und damit die Existenz der heimischen Bevölkerung. Unsere modernsten Fischfangflotten
überfischen die Fanggründe der heimischen Fischer. Die Liste der Ausbeutung ist lang und hat eines gemeinsam. Die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen werden gnadenlos zerstört. Wir nennen das
Ganze „freie Marktwirtschaft“ und fühlen uns im Recht. - Oder ist dies doch ein Verbrechen gegen Teile der Menschheit und auch gegen unseren Planeten, auch wenn es keine entsprechenden Gesetze
gibt!?
Weltweit besteht ein derartiges soziales Ungleichgewicht, das schwindelerregend ist. 62 Superreiche besitzen so viel wie die Hälfte der ärmeren Weltbevölkerung, in Zahlen ausgedrückt 62
zu 3,2 Milliarden Menschen. 1 % der Weltbevölkerung besitzt mehr Vermögen als die restlichen 99 % (Oxfam-Studie). Diese Reichen und 62 Superreiche werden nicht behelligt, bestraft niemand wegen ihrer, von
westlichen Regierungen legalisierten Raubzüge quer über diesen Planeten. Diese Superreichen dürfen ihren Reichtum ausleben und auskosten, werden von unseren Regierenden und auch der Mehrheit der
Bevölkerung unter dem Motto geschützt, sie haben sich das verdient, sie schaffen ja unsere Arbeitsplätze!
795 Millionen Menschen leiden laut Wikipedia weltweit an Hunger, rund 8,8 Millionen Menschen
sterben jährlich an den Folgen des Hungers, weil wir ihnen die Menschenrechte auf Nahrung, Wasser Gesundheit uvm. verweigern. Selbst in unseren reichen westlichen Ländern findet Ausbeutung massiv
statt, werden gerechte Löhne mit zwielichtigen Begründungen und Lügen verweigert.
Wo sind unsere besorgten Bürger und protestieren gegen diese Ungleichheit, gegen die tatsächlichen Ausbeuter? Gegen
diejenigen die dafür sorgen, dass Menschen die bereits „unten“ sind auch Unten bleiben.
Was bleibt vielen Menschen deren Existenz massiv bedroht ist anders übrig als zu fliehen, dorthin zu fliehen
wo sie eine sichere Lebensgrundlage vermuten. Oder sollen sie sich, der Auffassung vieler besorgter Bürger anschließen, und in ihren Ländern bleiben, sich ihrem Schicksal ergeben und geduldig
verhungern? Nein, sie wollen leben, genau wie Du und Ich! Also machen sich die Menschen auf den Weg, dorthin wo die Wertschöpfung ihres Anteils an allem stattfindet, zu ihren Ausbeutern um wenigstens
ein Überleben zu sichern . Sie machen sich auf den Weg mit dem Wissen, dass sie ihr Ziel vielleicht nie erreichen, mit dem Wissen, dass sie unterwegs verhungern, verdursten oder auch im Meer ertrinken
können. Die Hoffnung treibt die meisten von ihnen, denn die Hoffnung stirbt zuletzt.
Scharfmacher, manche Politiker hauptsächlich christlicher Parteien, der AfD und auch besorgte Bürger nennen diese
Flüchtlinge verächtlich Wirtschaftsflüchtlinge die bei uns nichts zu suchen haben – welch ein Hohn, welch eine Menschenverachtung! Welch eine weitere Bestrafung der ohnehin schon
Entrechteten. Lautstark wird gefordert, diese Menschen nicht ins Land zu lassen, die Grenzen zu schließen, die Menschen dort sich selbst zu überlassen wo sie gerade sind. Und das möglichst außerhalb Europas,
jedenfalls nicht im eigenen Land. Ganz Dreiste forderten schon Schusswaffengebrauch an den Grenzen. Im Meer untergehen oder im Schlamm in dem sie gerade ob geschlossener Grenzen campieren müssen, zu
verrecken wird akzeptiert und sogar von so manchen gehirnbefreiten Vollpfosten bejubelt.
Zu allem Überfluss liefern wir dann noch Waffen in Krisen- und Kriegsgebiete, an bekannte Diktatoren, an Staaten
die nicht den Hauch an Menschenrechten besitzen, die willkürlich ihre Bevölkerung oder Teile davon, unterdrücken und wegsperren.
Diese unsägliche Gier nach Marktbeherrschung und damit nach Reichtum hält
auch nicht davon ab, Kriege wegen Rohstoffen z.B. Öl zu führen oder auch Macht auszuüben um jeden Preis, und damit vorsätzlich zu morden denn nichts anderes ist das alles: Es ist vorsätzlicher Mord! (siehe
auch: http://www.nachdenkseiten.de/?p=32213) Denn
Menschen die bei all dem um ihr Leben fürchten und flüchten, dabei umkommen oder weltweit verhungern, interessieren diese geldgeilen Aasgeier nicht. Und auch unterlassene Hilfeleistung ist nichts anderes als
vorsätzlicher Mord und übelster Terrorismus an Millionen Menschen!
Und dann wundern wir uns über den bei uns immer mehr aufkommenden Terrorismus, über so manche Freiwillige die der Terrororganisation IS
dienen oder Terrorakte selbst ausüben um sich zu rächen. Was haben ohnehin schon entrechtete Menschen eigentlich zu verlieren???
Doch der Zorn mancher Politiker und vieler besorgten Bürger richtet sich nicht etwa gegen die Ausbeuter und Verursacher dieser weltweiten Misere. Der Zorn richtet sich gegen
die Opfer, gegen Flüchtlinge die nichts anderes wollen als Überleben. Welch ein Hohn!!! - Welch eine moralische Verwahrlosung von Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft, sowie auch von großen Teilen der
Bevölkerung in Deutschland und EU.
Wir müssen die Fluchtursachen bekämpfen – Wie wahr sind diese Worte – Doch diesen medienwirksamen Bekenntnissen folgen leider keine Taten.
Wir sind alle gleich - we are all the same !
LK Juli 2016
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