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Die Politik gibt den Menschen auf, mehr Eigenverantwortung zu zeigen und in verschiedenen Sozialversicherungszweigen, wie Alterssicherung, Krankenversicherung usw., selbst private Vorsorge zu treffen.

Soweit, so gut. Die Zukunftssicherung soll also in die Hände privater Firmen gelegt werden, die auf dem freien Markt mit allen Risiken dem Wettbewerb unterliegen.
Was verwundert, niemand spricht von dem Risiko, dem dann die Menschen ausgesetzt sind.

In gutem Glauben sparen sie für ihre Altersvorsorge. Aber wenn zum Beispiel die betreffende Lebensversicherung in Konkurs geht, sind sie nach derzeitigem Rechtsstand nicht geschützt. Das Risiko, Beiträge zu bezahlen und dieses Kapital dann total zu verlieren, also im Alter trotz Vorsorge ohne Sicherung dazustehen, trägt allein der Versicherte, also der Verbraucher.

Wie groß dieses Risiko ist, zeigen die Verhältnisse im Herbst 2003. Da stehen einige Lebensversicherer und auch so manche private Krankenversicherer am Rande der Zahlungsunfähigkeit. Nur durch massive Steuervergünstigungen für die Branche in Milliardenhöhe konnten vorübergehend Konkurs abgewendet werden.
Ob damit jedoch Entwarnung für die Versicherten gegeben werden kann, steht in den Sternen.
Der Staat täte gut daran, die Versicherten vor solchen Risiken gesetzlich zu schützen.

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Leo Kübert, 16. Nov. 2001

Mißmanagement und der Ruf
nach dem Steuerzahler