Grüne sagen ja zum Atomausstieg bis 2022 und steigen damit aus der
Anti-Atombewegung aus!

Die Fakten sind eindeutig, katastrophale Atomunfälle in Tschernobyl und Fukushima, beinahe Katastrophe in Harrisburg, viele weitere Beinaheunfälle.

Der unverantwortliche Uranabbau in vielen Ländern mit schlimmen Folgen für Menschen und Umwelt, sowie vor allem die ungelöste Endlagerung des Atommülls und die damit verbundene Dauergefährdung für alles Leben dieses Planeten für 1 Million Jahre.

Hunderttausende Menschen auf diesem Planeten sind bereits durch die Atomenergie gesundheitlich und materiell geschädigt. Auf Dauer verseuchte Regionen gibt es einige und weitere wird es künftig durch die ständige Zunahme des unkontrollierbaren Atommülls verstärkt geben.

Zukünftige Generationen, da bin ich mir sicher, werden uns wegen unserer kriminellen Hinterlassenschaften verfluchen, denn unsere ungelösten massiven Probleme einfach der Nachwelt zu hinterlassen und aufzubürden, das ist höchst kriminell, auch wenn es in unserem sogenannten Rechtsstaat derzeit kein entsprechendes Strafgesetz gibt.

Um all dies nachhaltig zu verstehen bedarf es sicher keines Orakels, sondern einfach nur den gesunden Menschenverstand, falls dieser gerade einmal nicht mit der Krankheit Kapital infiziert sein sollte und ist!

Aus all diesen Gründen ist in unserem Land die Anti-Atombewegung aktiv tätig, zeigt ständig Flagge und fordert den schnellstmöglichen Ausstieg aus der Kernenergie.
Selbst das Umwelt Bundesamt hält in einer Studie (Stand Mai 2011) den endgültigen Atomausstieg in Deutschland für das Jahr 2017 für realistisch und das ohne zusätzliche Umweltbelastung durch Kohlekraftwerke usw.

Die Grünen waren bisher aktiver Bestandteil dieser Bewegung „Atomkraft Nein Danke“

Die bisherigen Aussagen der Grünen, Atomkraftwerke spätestens bis 2017 abzuschalten, waren also auf einer fundierten Basis, glaubwürdig und damit einigermassen auf einer verantwortbaren Grundlage.

Was nun die Parteispitze und ihre hörigen Parteisoldaten dazu bewogen hat umzufallen und Merkels Ausstiegspläne bis 2022 zu akzeptieren, das wird wohl in dieser kapital- und gewinnmaximiert orientierten Republik ein offenes Geheimnis dieser Partei bleiben.

Ziele, Machbares verraten, einfach über Bord werfen und dabei die bisherigen eigenen Argumente mit Füßen treten! - Glaubwürdig und verantwortungsvoll ist das nicht, sondern ein fragwürdiges Geschenk an die Atomlobby, ein Einknicken in das undurchsichtige machtorientierte System Merkel und ein Verrat an hunderttausenden Bürgern, die wohlgemerkt nicht aus Eigeninteresse, sondern aus Zivilcourage und Verantwortungsbewusstsein auf die Strasse gingen und gehen und für ein atomstromfreies Deutschland, ja für einen AKW-freien Planeten eintreten und demonstrieren.

Glaubwürdiger sind die Grünen durch diesen Beschluss wohl nicht geworden, sondern sie haben wie so manches Mal zuvor, ein weiteres „grünes Ziel“ verraten.
Schade für unser Land, enttäuschend für Glaubwürdigkeit der Politik, vor allem jedoch enttäuschend für eine lebensfreundliche Zukunft dieses Planeten.

LK, Juni 2011