Gedanken auf der ersten Stufe des neuen Jahrtausends

In einer Zeit, in der die Lebensinhalte immer mehr verwischen, die Welt abzugleiten scheint,

in einer Zeit in der das Lebensglück der Menschen nach Geld und Wohlstand gemessen wird,

in einer Zeit in der Ausbeutung und Missachtung der Menschenrechte an der Tagesordnung sind und die Gewinninteressen der Konzerne und Aktionäre weit vor der Würde der ihnen anvertrauten Menschen stehen,

in einer Zeit also, in der ein in der Natur eigentlich nicht vorhandener und vorgesehener Wert ein “Nichts” also, ein nur von Menschen erdachtes und eingebildetes Wertobjekt, nämlich Geld, das Maß aller Dinge zu sein scheint,

in einer Zeit, in der die Gier nach diesem “Nichts” so masslos ist, dass dafür sogar die eigenen Lebensgrundlagen nachhaltig gestört und vermutlich auch zerstört werden

In dieser Zeit sehnt sich laut Medienberichten ein überaus grosser Teil der Menschheit nach Geborgenheit;

Geborgenheit vor der Hast, vor der Ruhelosigkeit unseres Alltags

wer schenkt den Menschen diese Geborgenheit

in einer Zeit, in der die Menschheit mit nicht beherrschbaren Materien, sei es durch die sogenannte friedliche als auch durch die militärische Nutzung unverantwortlich mit dem eigenen Untergang spielt,

in einer Zeit in der durch Gen-Manipulationen und weiterem unkontrollierten Vortasten in Grenzbereiche, unser Leben angeblich noch lebenswerter gemacht werden soll, als es bereits ist,

 

In dieser Zeit sollten wir Menschen uns wenigstens gelegentlich besinnen und überlegen, wo wir Geborgenheit finden.

Wir sollten in uns hineinhören und in uns erforschen woran es liegt, dass wir teilweise nur noch funktionieren und teilnehme an der Jagd nach diesem “Nichts”.

Vielleicht werden wir in uns wieder etwas entdecken, was wir im allgemeinen Seele nennen.

Vielleicht werden wir ganz tief in unserem Innersten den Ansatz finden für Geborgenheit und Frieden.

Vielleicht wird uns unsere Seele auch Antworten geben, Lösungen parat haben, wenn auch nur in kleinen Schritten.

Vielleicht werden wir dadurch wieder lernen, unser Leben in Einklang mit der Natur, in Einklang mit uns selbst zu bringen.

Vielleicht werden wir in uns allmählich Klarheit und Geborgenheit, die wahre Antwort finden

wenn wir es schaffen, mit uns selbst ins Reine zu kommen, werden wir auch in der Lage sein, Geborgenheit auszustrahlen und anderen zu schenken

Fangen wir an zu suchen - Jeder Einzelne von uns

©LK 1999